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 Die Farben des Südens

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WKÖ: Buchungen für den Winter 2018/19 auf Vorjahresniveau bzw. leicht im Plus - Weihnachtsferien sehr gefragt, Reservierungen für Semesterferien laufen an - Später Ostertermin ist kritisch

Das lang anhaltende warme Herbstwetter hat die Winterbuchungen in den Tourismusbetrieben bisher etwas gebremst - statt Zuwächsen herrscht (vorerst) Stagnation. "Wir haben den gleichen Buchungsstand wie im Vorjahr bzw. ein leichtes Plus von 2 Prozent", sagte WKÖ-Tourismusspartenobfrau Petra Nocker-Schwarzenbacher im Klub der Wirtschaftspublizisten. Das ergab ein Rundruf in der Branche.

"Das ist bemerkenswert", so die Branchensprecherin. Denn bisher blieben Schneefälle weitgehend aus. Grüne Pisten lösen keinen Schub bei den Winterbuchungen aus. Und im Vorjahr war die Schneelage im Gegensatz zu heuer bereits zum Saisonstart erfreulich. "Wir sind mit der Buchungslage zufrieden, aber es gibt Luft nach oben", meinte Nocker-Schwarzenbacher, die selbst ein Hotel in St. Johann im Pongau führt.

"Die Liftbetreiber schauen natürlich jeden Tag auf den Wetterdienst - sie brauchen tiefe Temperaturen." Die Seilbahn- und Liftwirtschaft habe heuer 600 Mio. Euro in Qualität und Sicherheit investiert. Die aktuellen Schneefälle "helfen uns enorm", sagte die Touristikerin. Die ersten Skigebiete hätten bereits aufgesperrt.

Die abgelaufene Wintersaison 2017/18 legte die Messlatte freilich hoch. Sie sei besonders gut gelaufen und habe ein Nächtigungsplus von rund 5 Prozent gegenüber dem Jahr davor gebracht. Vor allem deutsche Urlauber, die das Gros der Touristen ausmachen, seien verstärkt (plus 6,3 Prozent) gekommen. "Das war ein Winter mit perfekter Schneelage", betonte die Bundesobfrau der Tourismussparte in der Wirtschaftskammer.

Erschwerend komme in der heurigen Saison 2018/19 die Lage der Osterfeiertage hinzu - die Ferien fallen auf einen späteren Termin. "Die Weihnachtsferien sind schon sehr gut gebucht, die Semesterferien laufen an und Ostern wird schwieriger heuer wegen des späten Termins", so Nocker-Schwarzenbacher.

Die Tourismus- und Freizeitwirtschaft (inklusive Sport-, Gesundheits-, Kino-, Kulturbetrieben sowie Reisebüros, Reiseveranstaltern und Verkehrsbetrieben) trägt mit 90.332 Unternehmen und einer Wertschöpfung von 58,8 Mrd. Euro 15,9 Prozent zum heimischen Bruttoinlandsprodukt (BIP) bei. Auf den Sektor entfällt mit rund 719.300 Vollzeitbeschäftigten rund ein Fünftel aller Arbeitsplätze in Österreich.

Die 15.942 Hotels und 48.381 Gastronomiebetriebe des Sektors stellen etwa 9 Prozent des BIP. Dort sind in Summe 168.900 Menschen in Vollzeit beschäftigt - 63.900 im Beherbergungswesen, 105.000 in der Gastronomie.