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Land versichert Grundeigentümer und Wegehalter gegen Haftpflichtschäden – Wichtiger Beitrag zur Weiterentwicklung des Wanderangebots und zur Entlastung der Almbauern

Wandern hat sich in den vergangenen Jahren zu einer beliebten Sportaktivität bei Einheimischen und Gästen entwickelt. Mit insgesamt 15.000 Kilometer langen Wanderwegen und über 900 offiziellen Wandertouren bietet Kärnten nicht nur ein attraktives Wanderangebot, sondern ermöglicht Urlaubern und Freizeitsportlern ein aktives Naturerlebnis mit einzigartiger Berg-Seen-Landschaft. Jedoch gelten für die Benutzung der Wanderwege teilweise unterschiedliche Rechtsgrundlagen. Dies hat zur Folge, dass es mitunter zu Nutzungskonflikten zwischen Grundeigentümern und den Verantwortlichen der Tourismus- und Freizeitwirtschaft kommt und dadurch Wanderwege für Sportbegeisterte nicht freigegeben werden. Aus diesem Grund wurde heuer erstmals vom Tourismusreferat des Landes Kärnten eine umfassende Haftpflichtversicherung für Grundeigentümer, Wegehalter und Betreiber abgeschlossen, um künftig ein respektvolles und faires Miteinander zu unterstützen.

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„Mit der Haftpflichtversicherung gewährleistet das Land den Wegehaltern und Grundeigentümern Rechtssicherheit, damit diese Wege über private Liegenschaften für Einheimische und Gäste zugänglich machen“, betont Tourismuslandesrat Sebastian Schuschnig und ergänzt, dass Kärnten mit diesem Versicherungspaket eine Vorreiterrolle einnimmt.

Die landesweite Haftpflichtversicherung umfasst sämtliche Schadensersatzansprüche aus Personen- und Sachschäden, die von Wanderern aus der Benützung des Wanderweges gestellt werden. Wenn also jemand entlang eines Wanderweges durch einen umgestürzten Baum zu Fall kommt und verletzt wird, ist der Wegehalter schadenersatzpflichtig. Auch mangelhafte Absturzsicherungen oder Absperrzäune können haftungsbegründend sein. In diesem Fall können Waldeigentümer, Wegehalter, Tourismusverbände, regionale Tourismusorganisationen sowie Gemeinden die Haftpflichtversicherung des Landes in Anspruch nehmen. Versichert sind Fälle der groben als auch leichten Fahrlässigkeit, auch die Kosten zur rechtlichen Verteidigung sind abgedeckt. Die Inanspruchnahme der Versicherung ist kostenfrei und es besteht kein Selbstbehalt. „Dieses Versicherungspaket bietet eine umfassende Absicherung, auf die alle Grundeigentümer und Betreiber vertrauen können und ist ein wesentlicher Beitrag zur qualitativen Weiterentwicklung des Kärntner Natur-Aktiv-Angebotes“, so Schuschnig.

Umfasst sind grundsätzlich alle Wanderwege, die im Tourenportal Outdoor Active sowie im Kärntner Geografischen Informationssystem (KAGIS) ausgewiesen sind. Zusätzliche Anträge oder Verträge sind für den Versicherungsschutz nicht erforderlich. Agrarlandesrat Martin Gruber verweist in diesem Zusammenhang auch auf die Plattform www.respektieredeinegrenzen.com. „Auch dort haben wir das Tourenportal Outdoor Active eingepflegt, um die Besucher eben auf diese offiziellen Wege zu lenken und sie über Rechte und Pflichten auf Almen und in der Natur zu informieren. Es braucht gegenseitigen Respekt und Rücksichtnahme damit Almwirtschaft und Tourismus voneinander profitieren können“, sagt Agrarlandesrat Martin Gruber. Die Haftpflichtversicherung für die Wanderwege entlaste die Almbauern zusätzlich vom Risiko bei Unfällen und Schäden. „Das ist wichtig für ein nachhaltiges, gutes Miteinander ohne Nutzungskonflikte“, so Gruber.

Darüber hinaus gibt es seit einigen Jahren auch eine landesweite Versicherung für Mountainbike-Strecken sowie eine von Agrarreferent Martin Gruber initiierte Haftpflichtversicherung für Almbauern.

Nähere Informationen zur landesweiten Haftpflichtversicherung für Kärntens Wanderwege


Klagenfurt (LPD). 18. Juli 2022. LR Schuschnig, LR Gruber