Imagefilm

 Die Farben des Südens

 Social Media

Digitales Entertainment: Wie Marken mit Micro Amusement begeistern

Micro Amusement Parks bieten bisher noch kaum genutzte Möglichkeiten, digitale Erlebniswelten in die Kundenkommunikation zu integrieren. Ein Gastbeitrag von Alexander El-Meligi, Managing Partner & Creative Director bei Demodern.

Das Eintauchen in erweiterte, virtuelle oder „gemischte“ Welten ist heute längst gang und gäbe. Nicht nur im Gaming-Segment, auch in anderen Bereichen wie Kunst, Medizin oder Industrie verschmelzen analoge und digitale Realitäten zunehmend, etwa zu virtuellen Showrooms oder aufwändigen Messe-Installationen. Mixed-Reality-Welten mit Touchtables, Installationen oder Terminals bieten Unternehmen immense Chancen für Marketing und Vertrieb, indem sie unvergessliche Markenerlebnisse liefern – und gleichzeitig die Kunden mit relevantem Content adressieren.


Micro Amusement: Gamification trifft Information
Besonders gut funktioniert diese Kombination sogenannten Micro Amusement Parks: Vor-Ort-Erlebnisräumen, die den Besuchern spielerische Interaktionen mit der Marke ermöglichen und auf innovativste Weise begeistern. Die kurzweilige Abfolge verschiedener interaktiver Stationen spricht Klein und Groß an und führt den Besucher durch diese besondere Art von Vergnügungspark. So wie im Discovery Dock im Hamburger Hafen, einer interaktiven Erlebniswelt. Besucher erleben dort mit Virtual Reality, Beamer-Projektionen, Sound und Sensorik den Hafen aus neuen Blickwinkeln und tauchen interaktiv in diese besondere Lebens- und Arbeitswelt ein.

Vordergründig geht es für Besucher eines Micro Amusement Parks um Unterhaltung und Spaß. Digitale und virtuelle Welten sind aber auch ein geeigneter Kanal, um informative und lehrreiche Inhalte zu vermitteln. Wie das vor allem kulturelle Einrichtungen für sich nutzen, zeigt beispielhaft das Pariser Museum Atelier des Lumières: Auf mehr als 3.000 Quadratmetern Projektionsfläche bereitet es die Exponate großer Künstler digital auf und lässt den Besucher in einem Rausch von Klang und Farben in Bilderwelten eintauchen. Oder die interaktive Ausstellung des Chocoversums in Hamburg, auf deren Weg die Gäste ihre eigene Tafel Schokolade kreieren und jeden Schritt der Herstellung von Schokolade virtuell hautnah erleben.

Auch Tourismus und Stadtmarketing profitieren auf besondere Weise von den Vorteilen der Micro Amusement Parks. Interaktive Mixed-Reality-Anwendungen informieren spielerisch und technisch innovativ über touristische Orte und Sehenswürdigkeiten, beispielsweise auf Messen oder an einem Infopoint vor Ort. So hat das Bundesland Thüringen seine Tourismus-Information in Erfurt zur Erlebniswelt „360Grad - Thüringen Digital Entdecken“ umgestaltet und lässt Besucher hier via VR-Technologie und einem interaktiven Roboter beispielsweise die Wartburg, den Thüringer Wald oder das Jenaer Zeiss-Planetarium immersiv entdecken.

Einen echten Mehrwert bringen Micro Amusement Parks auch für die Marken- und Unternehmenspräsentation auf Messen und in der Live-Kommunikation, indem jenseits der üblichen Vermittlung von Standardinhalten auch Services visualisiert werden können. Ein Beispiel sind die Exponate der Deutschen Telekom auf der diesjährigen IFA: Durch ein Augmented-Reality-Tor betreten Besucher die Welt der MeinMagenta-App, in der sie unterhaltsam und in farbenfroher 3D-Kulisse die wichtigsten Services der Deutschen Telekom in der erweiterten Realität erleben. Oder sie gestalten an einem interaktiven Terminal den Telekom-Service-Mitarbeiter der Zukunft, mit Raketenrucksack, Wifi-Helm und Schraubhandschuh.


Innovative Technologie verbindet Nutzer und Marken
Ob 3D-Museum oder interaktive Messe-Experience: Konzeptionell und technisch einwandfrei realisiert, symbolisieren Micro Amusement Parks Innovationskraft und Technologie-Kompetenz – und zahlen damit positiv auf das Markenimage ein. In Bereichen, in denen sich zusätzlich zu rein faktischen oder statischen Informationen und Produkten eine außergewöhnliche Marken-Erfahrung gestalten lässt, lohnt es sich für Unternehmen und Marken, Micro Amusement Parks als Marketing- und Live-Kommunikationsmaßnahme in Betracht zu ziehen.

Für Menschen wird es künftig immer selbstverständlicher, in digitale Welten einzutauchen und dort auch mit Marken zu interagieren. Gelingt es Unternehmen, Museen oder Institutionen, ihre jeweilige Zielgruppe im digitalen Erlebnisraum zu erreichen und die gewünschten Inhalte mithilfe innovativer Technologie zu vermitteln, ist ein umfassendes und nachhaltiges Markenerlebnis garantiert.

Quelle: https://www.zukunftsinstitut.de/Alexander El-Meligi